Eine spezielle Atmosphäre

Seit sieben Jahren leitet Schwester Edyta als Provinzoberin das Kloster der Salvatorianerinnen mit Gästepension und Mädchenheim oberhalb von Meran. Schon seit 1912 ist ein Teil des Hauses für Feriengäste reserviert. Das Kiwanis Youth Camp logierte vom 1. bis zum 8. August 2021 im Mädchenheim des Klosters.

 

Kiwanis Magazin: Schwester Edyta, wie kommt das Kiwanis Youth Camp zur Ehre, in Ihrem Kloster zu logieren?
KF Peter-Paul Bernhard wohnt in der Nachbarschaft und kennt unsere Institution. Er kam mit seinem Anliegen zu uns. Wir haben uns sofort verstanden. Denn meine Grundhaltung ist, dass unser Haus offen für alle ist. Räumlich hat es gepasst, weil die Mädchen in den Ferien sind.

Geben Sie uns bitte einen Eindruck Ihres Wirkens.
Unsere 19 Schwestern waren immer breit aufgestellt in ihren Berufen – als Krankenpflegerinnen, Lehrerinnen, Altenbetreuerinnen oder Seelsorgerinnen. Das Mädchenheim ist vor allem für Oberschülerinnen aus den Tälern, für die die Distanz zu den höheren Schulen in Meran zu gross ist. Unser Gästehaus ist anders als andere Hotels in Meran. Der Mensch geniesst einen speziellen Stellenwert, dabei schwingt der spirituelle Hintergrund mit. Es freut uns sehr, dass die Feedbacks unserer Gäste genau dies bestätigen.

Ihr Haus steht auf drei festen Säulen.
Wir sind ein Kloster, eine Gästepension und führen ein Mädchenheim. Früher zogen sich ältere Damen während der Wintermonate ins Kloster zurück, um versorgt zu werden. Im Gegenzug suchten die Salvatorianerinnen ein Einkommen. Mit der Zeit kamen Urlaubsgäste, die zwei oder drei Wochen blieben. Heute bleiben die Gäste zwei, drei Tage. Nach wie vor aber schätzen unsere Gäste die spezielle Atmosphäre. Auch bei den Mädchen hat sich viel gewandelt in den letzten Jahren. Bis vor sieben Jahren leitete Schwester Monika das Mädchenheim. Die heutige Heimleiterin ist keine Schwester. Sie vertritt unsere Werte, aber sie lebt nicht die gleiche Spiritualität.

Der Orden der Salvatorianer wurde 1881 gegründet. Wie viele Mitglieder zählt er und wo ist er tätig?
Unser Orden wurde von seit kurzem seligen Pater Franziskus vom Kreuze Jordan, einem Deutschen, in Rom gegründet. Heute zählen wir rund 1000 Schwestern und rund 1200 Patres, die in mehr als 35 Ländern tätig sind. Speziell in Afrika und Indonesien blüht unser Orden auf. In Europa dagegen erleben wir, wie alle anderen Orden, eine schwierige Zeit.
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Interview: KF Ueli Frei
Redaktion
Schwerpunkt  4.9.21