Seine soziale Ader lebt Roman Pfammatter nicht nur im KC Oberwallis aus. Als Geschäftsführer und Programmchef des Openair Gampel treibt ihn die soziale Nachhaltigkeit auch im Berufsleben an.
Den Mumm muss man erst mal haben. Sich mit 21 selbstständig zu machen – in einer Branche, die dafür bekannt ist, mehr Verlierer als Gewinner hervorzubringen. Und das in einer Region, die nicht gerade als Nabel der Welt bekannt ist. Der Mann mit der Courage ist Roman Pfammatter, 54, die Branche das Musikbusiness und die Region das Wallis.
34 Jahre ist es her, dass Roman seine Künstleragentur gründete, Artistpool, Luca Hänni hat er unter Vertrag, QL, DJ Tatana, Wintershome, die aufstrebende Eva Leandra – und den Sixties Club. Das ist Romans eigene Band, in der er Schlagzeug spielt. In ihrer Blütezeit, den 90ern, gab die Partyband locker 750 Konzerte, seit der Wiedervereinigung limitieren sich die Musiker auf zehn Auftritte im Jahr.
Die Agentur ist das eine Standbein des Roman Pfammatter, der verheiratet ist und drei erwachsene Kinder hat. Der andere ist das Openair Gampel, dessen Geschäftsführer er seit 29 Jahren ist und dessen Programm- und Produktionsleitung mittlerweile ebenfalls übernommen hat. Roman, es ist nicht zu überhören, lebt nicht nur für die Musik; «mein Leben ist Musik!»
Etwas bewirken
Es geht ihm nicht nur darum, dem Publikum ein unvergessliches Erlebnis zu bescheren: «Bei allem, was wir tun, geht es uns immer um die wirtschaftliche, die ökologische und die soziale Nachhaltigkeit.» So geniessen Menschen mit Einschränkungen jeweils am Festivalsamstag freien Eintritt, einige von ihnen helfen ausserdem bei Auf- und Abbau und der Künstlerbetreuung. Ohne diese soziale Komponente, ist Roman überzeugt, gäbe es das kleinste der grossen Schweizer Openair-Festivals schon lange nicht mehr.
Dem KC Oberwallis gehört er seit 2013 an. Nicht des Netzwerkens, sondern des Engagements wegen. «Weil wir etwas bewirken», sagt er und erzählt von emotionalen Clubaktionen wie den jährlichen Weihnachtsgeschenken, die sie Kindern und Jugendlichen aus weniger begüterten Familien übergeben – oder den über 70 Wünschen, die sie Mitgliedern des Vereins «MitMänsch Oberwallis» während der Pandemie erfüllten. Roman streift den Ärmel seines Sweaters hoch: «Beim Gedanken daran bekomme ich grad Gänsehaut.»
«Ich bin Kiwanis … weil wir hier die Dinge umsetzen, über die andere nur reden.»
«Ich bin Kiwanis … denn das bedeutet für mich Respekt und Herzblut auf Augenhöhe.»
Wettbewerb
Wir schenken 1×2 Festivalpässe für das Openair Gampel vom 19. bis 23. August 2026. Doch gemach, denn der Preis wird nicht verlost; die Tickts sind als Spende für jemanden gedacht, der sich den Festivalbesuch nicht leisten kann. Schreibt uns, wem ihr die Tickets aus welchen Gründen am liebsten weiterschenken würdet. Mitmachen: , Teilnahmeschluss ist am 25. Mai 2026. Danke.




